Werke

„Meine Großeltern, meine Eltern und ich“

Hier steht Frida als kleines Mädchen im Garten des „Blauen Hauses“ in ihrem Heimatort. Ihre Eltern schweben über ihr, abgebildet wie auf ihrem Hochzeitsfoto, mit ihr selbst als Fötus im Schoß ihrer Mutter. Darüber sind wiederum deren Eltern, ihre Großeltern zu finden; mütterlicherseits über dem mexikanischen Bergland, väterlicherseits über dem Meer, als Hinweis auf ihre Wurzeln auf der anderen Seite des Ozeans.


„Bildnis meines Vaters“

Die Widmung auf diesem Bild zeigt, wie sehr Frida ihren deutsch-ungarischer Herkunft Vater verehrt hat, sie beschreibt den Künstler und Fotografen hier als großzügig, intelligent, edel und mutig.


„Meine Amme und ich“

Fridas Mutter war nicht in der Lage, sie zu stillen, da schon 11 Monate nach ihr die Schwester Christina zur Welt kam. Sie wurde deshalb von einer Amme ernährt, die sie in diesem Bild als distanzierte Person darstellt, die für sie nur die eine Funktion hatte. Ihr Verhältnis zur Mutter war immer spannungsreich und sie wurde eher von ihren älteren Schwestern erzogen. Zu ihrem Vater hatte sie ein umso besseres Verhältnis.


“Selbstbildnis im Samtkleid”

Dieses Bild war ihr erstes Ölgemälde, das sie nach ihrem Unfall für ihren Freund Alejandro anfertigte. Er wandte sich jedoch von ihr ab.


„Between the Curtains“

Dieses Bild war ein Erinnerungsgeschenk für den russischen Kommunisten Leo Trotzki, der Asyl in Mexiko suchte und zwei Jahre bei Frida wohnte. Sie trafen sich heimlich und hatten eine Affäre. Sie stellt sich auf dem Bild für ihn sehr fürstlich dar.


„Die zwei Fridas“

Dieses ist Fridas erstes großformatiges Bild, in dem sie ihre Ehekrise und die Trennung von Diego verarbeitete. Sie stellt sich selbst in europäischer und mexikanischer Kleidung dar, ihre Herzen sind freigelegt und man sieht, wie das europäische, von Diego ungeliebte Herz verblutet.


„Selbstbildnis mit abgeschnittenem Haar“

Sie stellt sich nach ihrer Scheidung im Herrenanzug und mit abgeschnittenem Haar dar, ohne die weiblichen Attribute, die Diego an ihr liebte. So wollte sie ihre neugewonnene Selbständigkeit darstellen, die sie auch finanziell durch den verkauf ihrer Bilder erlangen konnte.


„Selbstbildnis mit Zopf“

Nach der zweiten Heirat malt sich Frida wieder mit langen Haaren und nimmt ihre symbolisch abgelegte Weiblichkeit wieder auf. Ihre Frisur gleicht einer Unendlichschleife und steht als Symbol für den Kreislauf der Zeit. Da Frida sich zwischenzeitlich unabhängig gemacht hatte, hat sie nun ein eher mütterliches Verhältnis zu Diego.


„Die Liebesumarmung des Universums, die Erde (Mexiko), ich, Diego und Herr Xólotl“

Hier stellt sie eine Art Abgestimmtheit von Mensch und Natur dar, in einer recht starr wirkenden Hierarchie, die recht harmonisch aber auch festgefahren und gezwungen aussieht. Herr Xólotl ist der Name ihres Lieblingshundes.